16:31 / 31. Dezember 2022

Der neue Versuch soll besser funktionieren als der erste

WARNTAG | Bundesweite Tests für den Fall der Fälle

"VG-Warntag" am 8. Dezember in Kasbach und Ohlenberg

(ts) Konkret geplant ist, die Warnsysteme für den Bevölkerungsschutz zu testen. Dazu soll um 11 Uhr auf den unterschiedlichsten Kanälen gewarnt werden. Denn nur so können die Systeme überprüft und aufeinander abgestimmt werden.

Die Jahrhundert-Flut an der Ahr und in Nordrhein-Westfalen hatte schwere Mängel offengelegt. Deshalb soll jetzt auch der sogenannte „Cell Broadcast“ ausprobiert werden. Dabei bekommen Nutzer – wenn sie sich in einer bestimmten „Funk-Zelle“ bewegen – eine Nachricht. Die sieht wie eine SMS aus.

Das ist anders als etwa bei den Warn-Apps NINA oder KATWARN. Damit können auch Bürger erreicht werden, die etwa kein Smartphone benutzen. Denn die sogenannten „Apps“ –  die kleinen Software-Programme auf den Smart-Phones – benötigen eine Internetverbindung. Das war ja bei den „alten“ Mobiltelefonen nicht der Fall. Aber auch ohne Internet-Verbindung kann man auf heutigen Smart-Phones SMS empfangen – wenn sie eine Telefonkarte haben.

Bundesweiter Warntag 2022 | Grafik © BBK

Lautsprecher in Kasbach und Ohlenberg

Wichtig: Es werden keine Sirenen zu hören sein. In Kasbach und Ohlenberg indes werden „mobile Warnmelder“ unterwegs – und Lautsprecher-Durchsagen zu hören sein. Radio und Fernsehen werden in diesen Alarm-Tag auch einbezogen, ebenso Warn-Apps oder Anzeigetafeln.

Eine bessere Vorbereitung für einen Katastrophenfall wie an der Ahr ist lebenswichtig – im wahrsten Sinne des Wortes. Warnungen sollen nicht nur früher möglich sein, sondern auch frühzeitig erfolgen können.

Dann könne in einem Krisenfall effizienter gehandelt werden und nach den Krisen der Wiederaufbau gemeinsam angegangen werden.

Bundesweiter Alarmtag 2022 | Grafik © pixabay

Besser werden durch Tests

Vor gut zwei Jahren hatten die Warn-Apps erst mit einer Verspätung von etwa 30 Minuten reagiert. Das wäre in einem konkreten Katastrophen-Fall zu spät. Das betraf damals NINA und KATWARN.

Wenigstens eine dieser beiden Apps sollten Nutzer von Smart-Phones auf jeden Fall auf ihrem Telefon installiert haben. Sie informieren auch über möglicherweise kurz bevorstehende Stürme oder Unwetter.

Das geschieht gemeinsam in einer abgestimmten Übung.
Dazu wird um 11 Uhr eine Warnung ausgelöst; um
11:45 Uhr gibt es eine Entwarnung.

Cell Broadcast – Warnung direkt aufs Handy

Beim Warntag wird der sogenannte Cell Broadcast zum ersten Mal getestet. Cell Broadcast ist eine Warn-Nachricht, die direkt aufs Handy geschickt wird. Mit keinem anderen Warnmittel können mehr Menschen erreicht werden.

Damit möglichst viele Bürgerinnen und Bürger die Nachricht erhalten, sind folgende Informationen sehr wichtig – und das Mitmachen der Bevölkerung:

Nicht alle Handys können Cell Broadcast-Nachrichten empfangen. Ältere Geräte können dies oft nicht. Beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt es eine Liste mit den empfangsfähigen Geräten:  www.bbk.bund.de

Damit Ihr Handy Cell Broadcast-Nachrichten empfangen kann, benötigt eszudem aktuelle Updates. Sonst funktioniert es nicht.

––– >>> Bitte prüfen Sie, ob Sie die aktuellen Updates installiert haben! <<<–––

Damit Sie die Nachricht empfangen, muss Ihr Handy am 8. Dezember 2022natürlich auch eingeschaltet und darf nicht im Flugmodus sein.

Mit der Warn-App NINA erhalten Sie ebenfalls die Warnung und werden auch sonst über Gefahrenlagen informiert.

Am 8. Dezember 2022 wird über viele weitere Wege die Bevölkerung gewarnt: beispielsweise mit Sirenen, im Radio und Fernsehen und ebenso in den Zügen der Deutschen Bahn sowie auf Bahnsteigen.

Weitere Informationen: www.warnung-der-bevoelkerung.de.


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