Damit gehört die Grundschule zu den wenigen Schulen, die die hohen Anforderungen für diese Urkunde erfüllen. Die Mensa wurde bereits im Jahr 2009 erbaut. Seitdem haben sich nicht nur die Räumlichkeiten, sondern auch das gesamte Verpflegungskonzept kontinuierlich weiterentwickelt. Rektorin Melanie Freiholz ist stolz auf diesen Erfolg: „Seit mehr als 16 Jahren können wir unseren Schülerinnen und Schülern täglich ein gesundes Mittagessen anbieten. Der Weg zum dritten Stern war anspruchsvoll, aber er hat sich wirklich gelohnt.“
Der erste Mensa-Stern wird an Schulen verliehen, die die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) erfüllen und ihren Kindern eine ausgewogene und gesunde Verpflegung anbieten.
Für den zweiten Stern müssen zusätzlich die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu gehören eine angenehme Atmosphäre, eine kindgerechte Gestaltung der Mensa, passende Möbel, eine gute Akustik und die Beteiligung der Kinder. So dürfen die Schülerinnen und Schüler beispielsweise einmal im Monat selbst mitentscheiden, welches Gericht auf den Speiseplan kommt.

Mit dem dritten Stern steigen die Anforderungen noch einmal deutlich. Voraussetzung ist ein transparentes Verpflegungskonzept, das Ernährung und Gesundheitsbildung fest im Schulalltag verankert. „Wir machen für alle nachvollziehbar, wie unsere Schulverpflegung organisiert ist und welche Ziele wir verfolgen“, erklärt Freiholz. Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die Ernährungsbildung. Die Kinder erwerben einen Ernährungsführerschein und beschäftigen sich dabei mit Fragen wie: Was esse ich eigentlich? Woher kommen die Lebensmittel? Sind sie regional, gesund und klimafreundlich? Zum Programm gehören außerdem das „ABC der Lebensmittel“ und der Pausenbrot-Check, bei dem die Kinder selbst aktiv werden sollen.
Auch das praktische Arbeiten kommt nicht zu kurz: Die Schülerinnen und Schüler bereiten kleinere Gerichte selbst zu und lernen so den bewussten Umgang mit Lebensmitteln. Für die Umsetzung der Ernährungsbildung erhält die Schule ein eigenes Budget. Unterstützt wird sie außerdem durch Fortbildungen und die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Rheinland-Pfalz sowie das Fachzentrum für Ernährung RLP.
Bürgermeister Frank Becker zeigte sich bei seinem Besuch in der Schul-Mensa von dem gelungenen Konzept beeindruckt: „Die Kinder erhalten hier frische Speisen und Ernährungswissen auf höchstem Niveau gleich dazu. Ich freue mich sehr über die Auszeichnung. Dafür möchte ich Melanie Freiholz und ihrem engagierten Team herzlich danken.“
Von 9.30 Uhr bis 14 Uhr sorgen die Küchenkräfte Helga von Münster und Jennifer Fielenbach täglich dafür, dass die Kinder frisch versorgt werden. Unterstützt werden sie von Gabriele Faßbender, der Koordinatorin der Ganztagsschule, die ebenfalls an der Ernährungsplanung beteiligt ist. „Im Team klappt es wirklich gut und wir freuen uns jeden Tag, den Kindern gutes Essen anbieten zu können“, sagt Helga von Münster.
Bereits einen Monat im Voraus werden die Speisepläne erstellt und die Lebensmittel bestellt. „Man merkt dabei oft den Spagat zwischen den DGE-Vorgaben und dem Geschmack der Kinder“, erzählt sie schmunzelnd. Die Hauptgerichte werden frisch angeliefert. Die Salatbar mit frischem Gemüse bereiten die Küchenkräfte jeden Tag selbst zu.

Nicht jedes gesunde Gericht kommt gleichermaßen gut an. Jennifer Fielenbach berichtet, dass die vegetarische Bolognese bei den Kindern besonders beliebt ist. Auch Kartoffelsuppe, Thunfisch und sogar Rote Bete stehen bei vielen Schülerinnen und Schülern hoch im Kurs. Weniger Begeisterung löst dagegen die Linsen-Bolognese aus.
Für Schulleiterin Melanie Freiholz steht fest, dass die Auszeichnung nur durch das große Engagement des gesamten Teams möglich war. „Die hohen Kriterien zu erfüllen, war anstrengend. Aber es hat sich gelohnt. Den dritten Stern hat wirklich nicht jede Mensa und wir sind stolz, unseren Kindern Verpflegung und Ernährungsbildung auf so hohem Niveau bieten zu können. Vor allem danken wir unseren beiden fleißigen Küchenkräften. Ohne Helga von Münster und Jennifer Fielenbach würde unsere Mensa in dieser Form nicht funktionieren."

