Für einen besonderen Moment sorgte der Schülerchor mit einem Lied, welches dem alten Gebäude gewidmet wurde: „Alte Schule, altes Haus, wir gehen das letzte Mal durch deine Tür.“ Für viele Gäste war dies ein bewegender Abschied von einem Ort, der Generationen geprägt hat. Auch der Männergesangsverein „Liederkranz Leubsdorf“ dichtete auf eine Melodie der „Bläck Fööss“ einen passenden Text zum Abriss. „In die Schul hier of dem Berg, ging so mancher kleine Zwerg, um schöner zu schriefe, nit sitze zu blieve, jetzt es et vorbei.“, sang die Chorgemeinschaft Leubsdorf/Dattenberg der Schule ihr Abschiedsständchen.

Im kommenden Schuljahr werden 108 Kinder aus Leubsdorf und Dattenberg ihre Grundschulzeit in einem Übergangsgebäude verbringen. Rund um das bisherige Schulgebäude hat sich das Bild bereits deutlich verändert: Auf der Hangseite waren die Bagger schon im Einsatz, um Erde abzutragen. Auf der anderen Seite musste ein Großteil des Schulhofs den Containeranlagen weichen.


Innerhalb weniger Wochen entstand so ein modernes Übergangsgebäude, das sich derzeit in den letzten Zügen des Innenausbaus befindet. Auch die Umbindung des Telekom-Anschlusses verlief bereits reibungslos, sodass der Containerbau mit moderner Glasfasertechnik ausgestattet ist. Bereits nach den Sommerferien werden die Schülerinnen und Schüler hier für die kommenden drei Jahre ihren neuen Lernort finden. Bis 2029 soll direkt daneben das neue Schulgebäude entstehen. Das alte Gebäude wird bereits in den kommenden Tagen abgerissen.
In den Klassenräumen ist der Schulalltag von mehr als sechs Jahrzehnten inzwischen in Kartons verpackt. Seit der Errichtung des Gebäudes im Jahr 1964 haben zahlreiche Generationen hier gelernt. Nicht nur die aktuellen Schülerinnen und Schüler kamen mit ihren Familien zur Verabschiedung – auch viele ehemalige Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit für einen letzten Besuch. Manche Gäste waren sogar gemeinsam mit ihren Enkeln gekommen und hatten selbst einst die Schulbank in diesem Gebäude gedrückt.

Ein besonderes Zeichen für die Zukunft wurde ebenfalls gesetzt: Gemeinsam wurde eine Zeitkapsel gestaltet, die in das Fundament des Neubaus eingelassen werden soll.
Rektorin Tanja Kock dankte dem Schulträger sowie Bürgermeister Frank Becker für die Umsetzung des geplanten Neubaus: „Wir haben wirklich eine Schulgemeinschaft mit Herz.“
Der Neubau inklusive Sporthalle wird insgesamt 13,2 Millionen Euro kosten und soll 2029 fertiggestellt werden. Bis dahin beginnt für die Schulgemeinschaft ein neues Kapitel – an einem vorübergehenden Ort, aber mit dem gleichen Herz für Schule.




