Den bundesweiten Warntag am Donnerstag, 10. September, 11 Uhr, nimmt der Landkreis Neuwied zum Anlass, zusammen mit den Verbandsgemeinden und der Stadt Neuwied den sogenannten „Alarm- und Einsatzplan Warnung der Bevölkerung“ zu testen.
Von Seiten des Bundes werden zentral über das Modular Warnsystem (MoWaS) Cell-Broadcast und die Warn-Apps Nina und Katwarn ausgelöst. Ergänzend dazu werden auf der kommunalen Ebene im gesamten Landkreis alle bisher installierten Sirenen zentral durch den Kreis ausgelöst. Zusätzlich werden entlang der Wied ab Kodden flussabwärts bis zur Mündung bei Irlich Lautsprecherdurchsagen mit Warnfahrzeugen durchgeführt.
Die Sirenen dienen im Ablauf einer Warnung zunächst einmal als Warnsignal um die Aufmerksamkeit zu erreichen. Für die Bevölkerung heißt es dann, sich über Radio, Warn-Apps oder Internetseiten weiter über die Gefahr und die Handlungsempfehlungen zu informieren. Lautsprecherdurchsagen ergänzen dieses System regional mit individuellen Warntexten.
„Den Warntag wollen wir dazu nutzen, das Zusammenspiel der verschiedenen Alarm- und Einsatzpläne, wie in diesem Fall Warnung und Hochwasser, zu üben, berichtet der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) des Landkreises Neuwied, Holger Kurz.
Herzstück des Alarm- und Einsatzplan Warnung ist die Aufteilung des Kreisgebietes in über 350 Warnbezirke. Die Einsatzleitung legt dabei neben den Einsatz von anderen Warnmitteln fest, welche Bezirke mit welchem Durchsagetext gewarnt werden sollen. Die zugehörigen Warnaufträge werden anschließend an die Fahrzeuge übermittelt und müssen von diesen richtig umgesetzt werden. „Genau diese Abläufe und das Zusammenspiel der Einsatzkräfte untereinander müssen geübt werden. Dazu bietet der Warntag eine ideale Möglichkeit“, ergänzt Holger Kurz.
Für die Verbesserung der Abläufe bei den Lautsprecherdurchsagen ist es enorm wichtig, dass der Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises möglichst viele Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhält, ob die Durchsagen richtig wahrgenommen wurden. Daher bitten Landrat Achim Hallerbach und BKI Holger Kurz um entsprechende Mithilfe aus der Bevölkerung. Unter dem Link www.kreis-neuwied.de/warntag gibt es die Möglichkeit, einen entsprechenden Fragebogen auszufüllen.

